Ernährung

Allgemeine Gedanken zur Ernährung

Unsere moderne Ernährungsweise ist alles andere als geeignet, uns gesund und leistungsfähig bis ins hohe Alter zu erhalten. Uns stehen heute sämtliche Lebens- und Nahrungsmittel, die die ganze Welt zu bieten hat, in nahezu unbegrenzter Fülle zur Verfügung. Und trotzdem ist gesunde Ernährung so schwer! Auch die Experten sind sich nicht einig und häufig in ihrer Meinung nicht unabhängig. Und viele Menschen haben schon die Erfahrung gemacht,dass sie angeblich gesunde Nahrung nicht vertragen können. Was also tun?

Ganz wesentlich ist ein gesundes Verdauungssystem, das heißt vom Mund mit Zähnen und Zunge über Speiseröhre, Magen, Dünn- und Dickdarm sollten alle Schleimhäute und alle mithelfenden Drüsen wie Leber und Bauchspeicheldrüse so intakt wie möglich sein, um all die gesunden Sachen zu verdauen und dem Körper zur Verfügung stellen zu können.

Bei sämtlichen chronischen Krankheiten gibt es irgendwo im Verdauungssystem Probleme, an denen wir möglichst schon zu Beginn der Therapie anfangen zu arbeiten. Dazu brauche ich manchmal mein ganzes Repertoire an Heilmaßnahmen wie Homöopathie, Akupunktur, Moxa, Phytotherapie, Hildegardmedizin, Einläufe, Colon-Hydrotherapie, Sanum-Therapie, Familienstellen, Fasten und natürlich eine Ernährung, die dem Verdauungsvermögen des Patienten entspricht. Hier ist konsequente Mitarbeit des Patienten angesagt!

Eine ganz wesentliche Frage sollte sich jeder stellen: Tut mir das gut?

Hilfreich ist eine Liste mit zwei Spalten: Das tut mir gut – das tut mir nicht gut. Darin wird eine Zeitlang alles eingetragen, was man so im Laufe des Tages zu sich nimmt.

Übrigens läßt sich so eine Liste auch auf Arbeit, Beziehungen (Partner, Familie, Freunde. Kollegen, Vorgesetzte…), Freizeitgestaltung usw. erweitern!

Fühle ich mich nach der Mahlzeit wohl, ausgeglichen, leistungsfähig? Ist mir nicht zu warm und nicht zu kalt? Oder liegt mir das Essen schwer im Magen, führt zu Spannungsgefühlen, Blähungen, Bauchschmerzen und Müdigkeit? Dabei werde ich auch die Erfahrung machen, dass die Bekömmlichkeit von der Jahres- und Tageszeit abhängt. Erdbeeren bei Eis und Schnee oder Weihnachtsplätzchen und Glühwein bei 30°C am Strand paßt für die meisten Menschen nicht. Ebenso finde ich vielleicht heraus, dass manche Lebensmittelkombinationen nicht so gut zusammen passen, Brot mit Käse oder Pizza oder auch Vollkornbrot zusammen mit Süßigkeiten oder Kaffee brauchen ein sehr gesundes Verdauungssystem.

Läßt sich ein Patient auf seine persönliche Ernährungsumstellung ein, kann das die Heilung sehr unterstützen. Übrigens: je gesünder ein Patient wird, desto leichter fällt gesunde Ernährung!

Das wichtigste beim Essen: Gut kauen! Und nicht zwischen Tür und Angel mal eben etwas herunterschlingen!

Unser Essen sollte so natürlich und so wenig bearbeitet wie möglich sein und am besten keine künstlichen Zusatzstoffe enthalten.

Rohkost kann am Stück oder als Salat gegessen werden,aber auch durchaus sehr stark zerkleinert sein ( Mixer, frische Säfte), Gemüse schonend gegart (ideal: Dampfgarer). Getreide sollte Vollgetreide sein, d.h. Vollkornbrot aus frischgemahlenem Getreide, Getreide gekocht, angekeimt oder als Frischkorngericht, in der Menge den Leistungen des Verdauungssystems entsprechend. Naturbelassene Fette, Kräuter, Wildkräuter und Gewürze sollten dazugehören.

Meiden sollte man Auszugsmehlprodukte, Fabrikzucker, raffinierte Fette, Margarinen und Öle und alle künstlichen Zusatzstoffe.

Ganz einfach, oder?

Schauen wir uns Gebiß und Verdauungssystem verschiedener Tiere an, können wir folgendes feststellen:

Fleischesser ( z.B. Löwen und Katzen) haben unentwickelte Schneidezähne, zum Teil ausgeprägte Eckzähne und spitze Backenzähne mit Lücken dazwischen, einen einfachen runden Magen und glatten Grimmdarm, die Länge der Eingeweide beträgt das dreifache der Körperlänge. Sie leben von Fleisch.

Allesesser (z.B. Schwein und Hyänen) haben stark entwickelte Schneidezähne und faltenförmige Backenzähne mit Spitzen und Höckern, einen einfachen runden Magen mit großem Blindsack, der Grimmdarm ist glatt und faltig, die Eingeweidelänge beträgt das zehnfache der Körperlänge. Sie leben von Fleisch, Aas und Pflanzen.

Grasesser (z.B. Rinder und Pferde) haben sehr stark entwickelte Schneidezähne und oft oben fehlende Eckzähne. Wiederkäuer besitzen einen mehrfachen Magen und die Länge der Eingeweide beträgt die zehn- bis fünfundzwanzigfache Körperlänge. Sie leben von Gras, Kräutern und anderen Pflanzen.

Fruchtesser (z.B. Gorilla und Orang Utan) haben starke Schneidezähne und stumpfe Backenzähne, einen Magen mit Zwölffingerdarm, einen zellenförmigen Grimmdarm und die Eingeweidelänge beträgt das zwölffache der Körperlänge. Außerdem besitzen sie nach vorne gerichtete Augen, sind mehr oder weniger zum aufrechten Gang fähig, die Vorderfüße sind als Hände mit Fingernägeln ausgebildet. Sie leben von Früchten, Nüssen, Kräutern und Blättern und zum Teil auch von tierischen Nahrungsmitteln.

Vergleichen wir nun unser menschliches Verdauungssystem mit dem der oben beschriebenen Tierarten, so können wir feststellen, dass wir die allergrößte Ähnlichkeit mit den sog. Frugivoren, den Früchteessern haben! Und tatsächlich sind wir in der Lage, uns genauso wir Menschenaffen zu ernähren und dabei leistungsfähig und gesund zu bleiben oder auch wieder zu werden. Aufgrund der enorm großen Anpassungsfähigkeit des Menschen ist es uns gelungen, sowohl Fleisch und Milch in größeren Mengen als auch erhitzte Nahrung erfolgreich in unseren Kostplan aufzunehmen und daraus sogar Überlebensvorteile zu ziehen. Aber schaut man sich die heutigen ernährungsbedingten Krankheiten an, drängt sich der Eindruck auf, das wir es mit dem Essen irgendwo übertrieben haben. Viele der heutigen Krankheiten wurden erst zu Volkskrankheiten, als die raffinierten Kohlenhydrate (Zucker und Auszugsmehl) von der Ausnahme zu Hauptnahrungsmitteln wurden und unsere Lebensmittel später mit etlichen Zusatzstoffen versetzt und stark verarbeitet wurden. Als man die Grundnährstoffe Eiweiß, Fett und Kohlenhydrate entdeckte und lernte, Kalorien zu zählen, hielt man zunächst alle Vitalstoffe wie Mineralien, Vitamine und Enzyme für überflüssig. Erst viel später entdeckte man nach und nach die Wichtigkeit dieser Stoffe. Diese wirken am besten im natürlichen Verbund , im lebendigen Lebensmittel. In der Therapie können alle diese Vitalstoffe auch isoliert gegeben werden (s. auch Blut-Tuning)).

Unsere heutigen Krankheiten sind zum großen Teil u.a. Vitalstoffmangelkrankheiten!

Auch heute gilt noch: Laßt eure Nahrung so natürlich wie möglich! (Kollath)

Im folgenden stelle ich kurz einige bewährte Kostformen vor, wobei niemand entweder-oder essen muß, sondern sich nach seinem Leitsatz: „Was tut mir gut? “ das für sich passende raussuchen kann.

gesund und aktiv – Ihr individuelles Ernährungsprogramm

Vitalstoffreiche Vollwertkost

Öl-Eiweiss-Kost nach Dr. Johanna Budwig

Ur-Kost nach Franz Konz

Ernährung nach den 5 Elementen

Fasten

Zu diesem Thema hat mein Kollege René Gräber einen ausführlichen Beitrag verfasst.

Schauen Sie unter www.gesund-heilfasten.de!